Projekte

Nachfolgend eine Beschreibung unseres Netzwerkansatzes und eine kurze Darstellung zur Sucht- und Burn- out-Prophylaxe, verbunden mit einer Übersicht unserer geplanten und in der Durchführung befindlichen Projekte:

Individuelle Hilfeleistung im Rahmen von Netzwerken („Setting-Ansatz“)
Wir möchten mit unseren Präventions-, Bildungs- und Behandlungsangeboten im Gesundheitsbereich besonders auch behinderte, sozial benachteiligte und finanzschwache Menschen erreichen.
Von daher versuchen wir in unserer Arbeit den auch im Rahmen des GKV–Leitfaden beschriebenen Setting-Ansatz zu verwirklichen. (GKV-Leitfaden Prävention)
Das bedeutet für uns, vor Ort unter Beteiligung der betreffenden Menschen Kooperationen aufzubauen und einzugehen, mit dem Ziel der Schaffung gesundheitsgerechter Verhältnisse.
Dazu kommen einrichtungsübergreifende Ausbildungsangebote für verschiedene Berufsgruppen und Studierende aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich.

Unsere Projekte
Konkret führen wir zur Zeit die folgende Kurse und Projekte durch bzw. planen deren Durchführung. Für alle individuellen Hilfemaßnahmen gilt dabei die Umsetzung des vorab beschriebenen Setting-Ansatzes als verbindliche Aufgabenstellung unserer Arbeit.
Kurse im Rahmen von Gesundheitsprävention – u. a. „Progressive Muskelentspannung“ (PMR), „Autogenes Training“ (AT), „Raucherentwöhnung“, „Zufriedene Abstinenz“, jeweils auch im Sinne von Sucht- und Burn-out-Prophylaxe (Die Kurse entsprechen den individuellen Maßnahmen der Prävention nach § 20 Abs. 1 SGB 5; siehe auch im Menü unter „Kurse“)

Sucht und Burn-out-Prophylaxe
Häufig werden Suchtmittel dazu eingesetzt, psychische Anspannungszustände zu reduzieren. Durch die verschiedenen Entspannungsangebote bekommen die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer Gelegenheit, andere Wege kennen zu lernen, um Zustände von Ruhe und innerer Harmonie zu erfahren. Die Effekte, die sie hierbei erleben, sind im Unterschied zum Suchtmittelgebrauch aber nicht die Folgen künstlich hervorgerufener neurophysiologischer Veränderungen der Gehirnfunktion, sondern das Ergebnis eines durch die Übenden selbst erarbeiteten Lern- und Erfahrungsprozesses. Damit kann das Erlernen einer Entspannungsmethode wie der Progressiven Muskelrelaxation (PMR) oder des Autogenen Trainings (AT) eine Alternative z.B. zum „Entspannungsmittel Alkohol“ sein.

Darüber hinaus kann das Erlernen der vorab genannten Entspannungsmethoden sinnvoll sein

  • bei innerer Anspannung und Nervosität
  • bei Ängsten, Phobien und Prüfungsangst
  • bei Lernschwierigkeiten
  • bei stressbedingten körperlichen Beschwerden, wie z.B. Rückenschmerzen
  • bei Spannungskopfschmerzen und Migräne
  • bei anderen chronischen Schmerzen
  • bei Schlafschwierigkeiten – unterstützend bei der Reduktion von Schmerzmitteln und Tranquilizern
  • und natürlich für jede/jeden zur allgemeinen Gesundheitsprophylaxe

Zu den jeweiligen Kursen gehört auch eine Nachbetreuung im Sinne des Angebots fachlicher Hilfe und Unterstützung nach dem Kursende.

PMR für dementiell erkrankte Menschen
Für dementiell erkrankte Menschen, die noch über entsprechende Kommunikationsmöglichkeiten verfügen, bieten wir einen speziellen PMR-Kurs an, gerne auch unter Teilnahme von Angehörigen und von Mitarbeitenden der jeweiligen Einrichtung.
Über die Erfolge beim Einsatz solcher Entspannungsmethoden, konkret von PMR, gibt es sehr ermutigende Studien (z.B. http://www.sic-augsburg.de/Multivariate_Entspannungsverfahren.pdf, eine von der Stadt Augsburg 2002/2003 in Auftrag gegebene Studie).

AT und PMR für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen
Darüber hinaus bieten wir kassenanerkannte Kurse in Progressiver Muskelentspannung und Autogenem Training, jeweils auch im Sinne von Sucht- und Burn-out-Prophylaxe speziell für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen an.

Nichtrauchertraining und „Zufriedene Abstinenz“
Für Menschen, die den Wunsch haben mit dem Rauchen aufzuhören und/oder alkoholabstinent zu leben, bieten wir kassenanerkannte Kurse zum Nichtrauchertraining und zur „Zufriedene Abstinenz“ an (siehe unter „Kurse“).

Kostenfreie Kursangebote in AT und PMR für sozial benachteiligte Menschen in Westfalen
Auf der Grundlage einer mit der AOK NordWest, der Barmer GEK, dem BKK-Landesverband NordWest, der DAK, der IKK classic, der Knappschaft und der Techniker Krankenkasse nach § 20 Abs. 1 SGB V (und der jeweils aktuellen Version des „GKV Leitfadens Primärprävention“) abgeschlossenen Rahmenvereinbarung können wir als Verein jetzt insbesondere Versicherten der beteiligten Kassen, die in Westfalen leben und Anspruch auf ALG 1 oder ALG 2, oder Sozialhilfeleistungen oder Grundsicherung haben, kostenfreie Angebote von entsprechenden Präventionskursen aus den Bereichen „Stressmanagement“ und „Suchtmittelkonsum“ einschließlich Elementen individueller Gesundheitsberatung anbieten.

Ausbildung
Für InteressentInnen, die die von den Krankenkassen geforderten Grundvoraussetzungen erfüllen, bieten wir, teilweise in Kooperation mit dem Institut für Fort- und Weiterbildung der ev. Fachhochschule RWL und dem Behindertensportverband NRW, verschiedene zertifizierte Ausbildungen im Bereich Entspannungspädagogik und Körperpädagogik einschließlich der kassenanerkannten Seminarleiterscheine in AT und PMR und der ebenfalls kassenanerkannten Ausbildung zur/m FachübungsleiterIn Rehasport an. (zu Kassenanerkennungen etc. s. unter Menüpunkt „Ausbildung“)

Forschung
Am 15.12.2011 erhielt der Blaues Kreuz Diakonieverein e. V. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung den Zuwendungsbescheid mit dem Förderkennzeichen: 01WS120201 für unser beantragtes 3-jähriges Forschungsprojekt „Gemeinsames Forschungsvorhaben – Soziale Inklusion von Menschen   mit Mehrfachbehinderung: Computergestützte Schreibwerkstatt als Teil Lebenslangen Lernens“.
Das Vorhaben wird als Verbundprojekt der Ev. Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und unserem Verein und in Zusammenarbeit mit der Ev. Stiftung Volmarstein durchgeführt.
Die gemeinsame Projektleitung obliegt Frau Prof. Dr. Kristin Sonnenberg (EFH-RWL), der Koordinator des Verbundprojektes ist Herr Dipl. SP/SA Hans Joachim Beutler (BK-DV). Das Projekt wird in der WfbM der Ev. Stiftung Volmarstein in Wetter/Ruhr durchgeführt. (siehe unter „Forschung“).

Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterrinnen
Im Rahmen unserer Angebote für ehrenamtliche Mitglieder, Freundinnen und Freunde unseres Vereins bieten wir regelmäßige Weiterbildungskurse aus den Bereichen Gesundheitsprävention und der Arbeit mit behinderten Menschen an.

Behindertensport
Im Rahmen unserer Mitgliedschaft im Deutschen Behindertensportverband e.V. möchten wir u.a. durch Initiierung und Durchführung von Rehabilitations-Sportgruppen auf der Grundlage der Sekundär- und Tertiärprävention die soziale Rehabilitation und gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen fördern (siehe unter „Behindertensport“).

Kompetenztraining
Für Menschen mit Behinderungen bieten wir in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) als begleitende Maßnahme zur Förderung der beruflichen und persönlichen Entwicklung Kompetenztrainingskurse an.

Aufbau von Kontakt- und Begegnungszentren
Diese Kontakt- und Begegnungszentren sollen die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen in suchtmittelfreier Atmosphäre und in suchtmittelfreien Räumen ermöglichen.
Hierbei steht für uns zum einen der Gedanke der Prävention gerade im Bereich der verschiedenen Süchte und Abhängigkeiten und einer darauf bezogenen Informationsvermittlung mit entsprechenden Freizeit- und Bildungsangeboten im Vordergrund. Hierzu gehört auch die Gewinnung, Förderung und Begleitung ehrenamtlich Mitarbeitender.
Zum anderen das Initiieren und Begleiten von Projekten im kulturellen und künstlerischen Bereich als Gemeinschaftsprojekte von Menschen mit und ohne Behinderung. Dies mit dem Ziel gemeinsam gelebter Kreativität, der Erfahrung gegenseitiger Achtung und Anerkennung sowie der Freude am gemeinsamen Gestalten und Arbeiten.
Hierzu gehört auch der Aufbau unseres geplanten Projektes „Kunst–SUCHT–Netz“.

Angebote an Unternehmen aus dem regionalen Umfeld
Wir bieten interessierten Unternehmen aus unserem regionalen Umfeld unser Wissen und unsere Erfahrung in den Bereichen Stress- und Burn-out-Prophylaxe sowie Suchtvorbeugung und Suchtbekämpfung in Form von Beratung, Informationsveranstaltungen und Durchführung von Kursen in ihrem Betrieb an. Dazu gehört auch die Unterstützung beim Aufbau von betrieblichen Gesundheitszirkeln und einem entsprechendem betrieblichen Gesundheitsmanagement.